Prostatabiopsie

Die Prostata wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet und hat die Form und Größe einer Kastanie. Sie ist für die Bildung der Samenflüssigkeit zuständig. Ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse ist die am häufigsten auftretende Krebserkrankung der Prostata. Bei einer frühzeitigen Erkennung des Krebses stehen die Heilungschancen sehr gut. Bei einer Blutuntersuchung kann das Prostata-spezifische Antigen (PSA) nachgewiesen werden. Bei einem erhöhten Wert oder einem auffälligen Befund bei der rektalen Palpation empfiehlt sich ein Biopsie-Eingriff.

Ablauf einer Biopsie der Prostata

Prostatakrebs Bei einem Biopsie-Eingriff der Prostata muss sich der Patient in Seiten- oder Rückenseite begeben. Anschließend wird ein spezielles Ultraschallgerät, das etwa fingerdick ist, in den Darm eingeführt. An dem Ultraschallgerät befindet sich ein pistolenartiger Mechanismus, der ausgelöst wird, wenn sich das Ultraschallgerät an der richtigen Stelle befindet. Die Stanznadel schnellt blitzschnell aus dem Gerät heraus und entnimmt automatisch eine Gewebeprobe. Pro Untersuchung werden bis zu 13 Gewebeproben entnommen. Der Vorgang ist für den Patienten quasi schmerzlos und ist darüber hinaus sehr komplikationsarm. Der Patient verspürt meist nur einen kleinen Stich, der einem kleinen Nadelstich gleichkommt. Manchmal leiden die Patienten nach der Untersuchung für eine kurze Zeit unter einem leichten Druckgefühl. Anschließend werden die Proben zur histologischen Untersuchung eingesendet.

Da eine Prostatabiopsie zu den risikoarmen Eingriffen zählt, ist das Risiko als sehr gering einzuschätzen. Allerdings kann es wie bei jedem Eingriff zu entzündlichen Reaktionen kommen. Nach dem Eingriff befindet sich fast immer in der ersten Samenflüssigkeit oder im ersten Urin etwas Blut. Diese Beimengung sollte den Patienten nicht weiter beunruhigen und ist als völlig normal zu erachten. Zu den Risiken gehört, dass der Arzt die Prostata nicht korrekt lokalisiert und ein falsches Areal biopsiert wird. Somit gibt ein negativer Befund nicht immer völligen Aufschluss über den Gesundheitsstatus des Patienten.

Nach der Prostatabiopsie kann der Patient in der Regel wieder nach Hause gehen, der Eingriff wird also mit einer Lokalanästhesie durchgeführt. Er sollte nur so lang in der Praxis bleiben, bis er sich wieder dazu in der Lage fühlt, den Heimweg anzutreten. Allerdings darf der Patient zunächst kein Fahrzeug führen und keine schweren Maschinen bedienen.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten

Sollte bei Ihnen eine Prostatabiopsie bevorstehen, so informieren Sie sich ausführlich, äußern Sie gegenüber Ihrem Ihre Ängste, haben Sie Vertrauen. Die Prostata-Biopsie kann Krankheiten ausschließen oder aber bei rascher Diagnosestellung geeignete Therapien frühzeitig einleiten. Schauen Sie sich nicht, denn diese Biospie kann durchaus Leben retten und Leben verlängern.

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