Nierenbiopsie

Menschliche Nieren Eine Nierenbiopsie sichert die Diagnose verschiedener Krankheitsbilder. Eine chronische Entzündung der Nierenkörperchen oder des nephrotischen Syndroms kann durch eine Nierenbiopsie abgeklärt werden. Hierbei handelt es sich um Krankheiten, die nicht durch bildgebende Untersuchungsmethoden nachgewiesen werden können. In manchen Fällen werden auch Nierenzysten biopsiert. Nach der Punktion wird die Gewebsprobe anschließend in ein Labor geschickt, wo sie histologisch auf mögliche Veränderungen untersucht wird. Generell wird eine Punktion also nicht durchgeführt, um eine Erkrankung festzustellen, sondern um eine Verdachtsdiagnose zu sichern und eine angemessene Therapie festzulegen.

Ablauf der Nierenbiopsie

Die Nierenbiopsie wird mithilfe eines Ultraschallgerätes durchgeführt. In der Regel ist ein Lokalanästhetikum ausreichend um den Patienten zu betäuben. Auf Wunsch kann auch ein Beruhigungsmittel verabreicht werden, was sich vor allem bei extrem verängstigten, unruhigen Patienten empfiehlt. Auch Kinder können auf diese Weise ruhiggestellt werden, damit die Biopsie der Niere in Ruhe erfolgen kann und der Patient entspannt ist. Bevor die Punktionsnadel angesetzt wird, wird die passende Einstichstelle mithilfe des Ultraschallgerätes bestimmt. Anschließend wird die Region desinfiziert und betäubt.

Mögliche Komplikationen bei der Biopsie der Nieren

Die größte Gefahr bei einer Nierenbiopsie ist die Einschleppung von Bakterien oder eine Blutung. Um eine Blutung zu vermeiden, muss der Patient 24 Stunden nach dem Eingriff Bettruhe einhalten. Zur Unterstützung wird in der Regel ein kleiner Sandsack unter den Rücken gelegt. Wenn der Patient Urin lässt, muss er eine Nierenschale zur Hilfe nehmen. Erst wenn der erste Urin ohne Blut abgelassen wird, darf der Patient nach Ablauf der 24-stündigen Frist selbstständig auf die Toilette gehen. Wenn eine Infektion erfolgt, wird diese mit Antibiotika behandelt. Zu den weiteren Risiken gehört eine falschnegative Diagnose. Auch wenn bei einer Nieren-Biopsie ein Ultraschall zur Hilfe genommen wird, kann es unter Umständen passieren, dass die entsprechende Stelle verfehlt wird und demnach keine Gewebsprobe aus dem gewünschten Areal entnommen wurde.

Nierenbiopsie schließt Krankheiten aus

Sollte bei Ihnen eine Biopsie der Niere/n anstehen, so wird Ihr behandelnder Arzt Sie ausführlich aufklären. Zögern Sie nicht bei andauerndenen Beschwerden und Schmerzen der Nieren einen Arzt aufzusuchen, um möglichst früh eine Ursache zu finden. Nicht immer ist eine Biopsie notwendig!

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