Knochenbiopsie

Bei einer Knochenbiopsie wird minimalinvasiv eine kleine Knochenprobe entnommen, die darüber Aufschluss geben soll, ob Knochenerkrankungen vorliegen. Eine Knochen-Biopsie ist nicht mit einer Knochenmarks-Biopsie zu verwechseln. Bei einer Knochen-Biopsie wird keine Probe des Knochenmarks entnommen, sondern lediglich des Knochens an sich.

Erkrankungen, die per Knochen-Biopsie festgestellt und beurteilt werden können, sind unter anderem:

Osteoporose

Calcium und Vitamin D können Osteoporose vorbeugen, sowie eine ausgewogene Ernährung und Sport. Bei einer monatelangen Behandlung mit Kortision sind Calcium und Vitamin D umso wichtiger, da Kortikoide einen Verfall der Knochen begünstigen können.

Bei Osteoporose verliert der Knochen immer mehr an Substanz. In den meisten Fällen sind vor allem ältere Menschen betroffen. Allerdings sind auch Frauen in den Wechseljahren nicht selten von der Neuerkrankung betroffen. Schlanke Menschen, Raucher und Menschen, die sich wenig bewegen, haben darüber hinaus ein erhöhtes Risiko.
Auch eine Cortison-Behandlung, ein hormonelles Ungleichgewicht und verschiedene Stoffwechselstörungen können die Entstehung von Osteoporose begünstigen. Durch den Substanzverlust der Knochen neigen sie dazu, schneller zu brechen. Dadurch kann es auch zu sogenannten Spontanbrüchen kommen, die entstehen können, ohne dass eine äußere Kraft auf die Knochen einwirkt. In vielen Fällen treten Brüche der Wirbelsäule auf, was zu einer Verkrümmung und Verkürzung der selbigen führt. Hinzu kommen Schmerzen, die separat behandelt werden müssen.

Wenn ein Patient Symptome dieser Art hat, kann der Verdacht durch eine Knochenbiopsie erhärtet werden.

Osteomalazie

Bei der Osteomalazie nimmt, ähnlich wie bei der Osteoporose, die Knochensubstanz ab. Die Knochensubstanz nimmt bei Osteomalazie durch einen Mangel an Vitamin D ab. Bei Kindern wird die Erkrankung auch als Rachitis bezeichnet.

Vitamin D gelangt über den Darm in den Körper oder durch die Aufnahme über Sonnenlicht. Wenn eine Fehlernährung vorliegt oder der Patient die Sonne meidet, kann es zu einem Vitamin D Mangel und infolgedessen auch zur Osteomalazie kommen. Die Knochen beginnen zu schmerzen und es kommt zu einer Verformung der selbigen.

Morbus Paget

Die Ursache für Morbus Paget ist bisher ungeklärt. Es kommt zu einem Umbauvorgang in den Knochen, der dazu führt, dass die Knochen insgesamt deutlich dicker aber auch instabiler werden. Durch die zunehmende Dicke der Knochen kann es zu einem deutlich größeren Kopfumfang kommen.

Tumore

Über eine Knochenbiopsie lassen sich Tumore in und am Knochen feststellen. Ein Osteosarkum stammt von dem Knochengewebe selbst ab, allerdings können auch Metastasen von anderen Primärtumoren zu den Knochen gelangen. Über die Knochen-Biopsie lässt sich nicht nur die Art des Tumors feststellen, sondern auch die Herkunft.

Entzündungen

Durch eine Infektion mit Bakterien entsteht eine Osteitis, eine Entzündung des Knochens. Krankheiten, die das Immunsystem schwächen, wie HIV, Diabetes mellitus oder auch die Einnahme von Medikamenten, können zu einer Knochenentzündung führen. Das umliegende Gewebe wird durch die Entzündung geschädigt. Bei einer Nichtbehandlung kann es unter Umständen zu einer Sepsis kommen.


Bitte gehen Sie zum Arzt

Diese Webseite übernimmt keine beratende Funktion zum Thema Knochenbiopsie, bitte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt und lassen Sie sich aufklären. Versuchen Sie Angst zu verdrängen, denn häufig besteht kein Grund dazu. Die Untersuchung und die Biopsie dient dazu Krankheiten ausschli8eßen und im Falle einer Krankheit rechtzeitig die geeigneten Therapien einzuleiten.

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