Teilweise gelten psychische Krankheiten immer noch als rotes Tuch für viele Menschen. Sogar Mediziner verweisen eher auf die Untersuchung des Körpers, als die der Psyche. Doch meist folgt Körper dem Geist, wie eine uralte Weisheit besagt. Hier erfährst du wie du körperliche Symptome bei sozialer Phobie einordnest, und du findest heraus, ob du eventuell darunter leiden könntest. Sei gespannt!

Die soziale Phobie ist eine psychische Störung. Genaugenommen ist sie eine der am öftesten auftretenden Angststörungen der westlichen Gesellschaft. Definitiv zählt sie zu jenen psychischen Störungen, die mit am meisten Leid verursachen kann – und das auf vielerlei Hinsicht.

Denn sie wirkt nicht nur auf psychischer Ebene, sondern wie viele andere Angststörungen auch, auf körperlicher Ebene gleich mit.

Die Syptome einer psychischen Störung auf körperlicher Ebene sind oft sehr einschränkend für Betroffene und führen meist zu einer Vermeidungsstrategie. Betroffene isolieren sich von der Gesellschaft dauernd mehr, meiden den Kontakt mit anderen Personen und insbesondere Situationen, in denen sie die körperlichen Symptome wahrnahmen. Etwa Partys, Familienfeiern, Klassenzimmer und Seminarräume werden aus dem Leben von soziophoben Menschen gestrichen.

Das führt in Extremfällen bis zur kompletten sozialen Isolation. Die Soziophobie geht gern mit anderen Ängsten einher. Sprich: betroffene Personen entwickeln neben sozialer Phobie auch oft andere Angststörungen. Typisch dafür sind etwa Prüfungsangst, Angst vor Publikum zu sprechen oder Angst auf die Toilette zu gehen, wenn andere da sind (Paruresis). Die soziale Angststörung geht auch für gewöhnlich mit Panikattacken und manchmal der Angst zu Sterben einher. Das sind weitere Faktoren, die Betroffene veranlassen Situationen, in denen körperliche Symptome auftreten, strikt vermeiden zu lassen.

Die häufigsten körperlichen Symptome bei sozialer Angststörung

  • Schweißausbrüche (und exzessives Schwitzen am gesamten Körper oder nur an spezifischen Stellen)
  • Erröten
  • Mundtrockenheit
  • Kälteschauer
  • Hitzewallungen
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Extremitäten
  • Beklemmungsgefühl in der Brust bis hin zu Thoraxschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit und flauer Magen
  • Zittern
  • Herzklopfen und Herzrasen
  • Vermehrter Harndrang
  • Kurzatmigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Atemnot
  • Benommenheit

Wer mehrere dieser Symptome in gewissen Situationen aufweist, der sollte sich einmal in Betracht ziehen, ob er nicht an sozialer Angststörung leidet. Dazu gibt es soziale Phobie Tests, die eine grobe Orientierung bringen. Weiteres muss mit einem Therapeuten oder Facharzt geklärt werden, der befugt ist eine Diagnose zu stellen.

Natürlich muss das nicht der Fall sein, aber es könnte durchaus auch zutreffen, dass du bei mehreren obigen Symptomen an einer Soziophobie leidest. Insbesondere bei psychischen Angststörungen und Panikattacken trifft es oft zu, dass Betroffene besonders darunter leiden, dass sie nicht wissen womit sie es zu tun haben. Etwa leiden Sie an den Symptomen in alltäglichen Situationen und glauben sie müssten daraufhin die Symptome behandeln. Denn offensichtlich stimmt etwas an ihrer Körperreaktion nicht.

Als Beispiel eignen sich Schweißausbrüche, um das zu veranschaulichen:

Ein Betroffener leidet an seinem vermehrten Schwitzen. Er schämt sich etwa, dass am Hemd oder T-Shirt immer große dunkle Schweißseen sind, wenn er mit anderen zusammen sitzt. Ein logischer Schritt ist daraufhin kein Grau mehr anzuziehen, sondern nur mehr schwarze und weiße Shirts und Hemden. Als weiterer Lösungsversuch setzt der Betroffene starke Antitranspirante ein, um das Problem in den Griff zu bekommen. Er informiert sich über das Problem des „exzessiven Schwitzens“ und kommt sogleich auf Hyperhidrose und deren Symptome. Jetzt fängt die Symptombehandlung des Symptoms der sozialen Angststörung erst richtig an. Die Ursache jedoch bleibt im Unklaren und das Problem kann maximal auf ein ertragbares Niveau gelindert, aber nicht gelöst werden. Denn es wird am falschen Ort zu reparieren versucht. Meist jedoch verlagern sich Symptome einfach. Anstatt an Achseln tritt nun das vermehrte Schwitzen an anderen Körperstellen wie etwa dem Rücken oder den Füßen auf.

Das ist das Trügerische an der sozialen Angststörung. Wenn du nicht weißt oder vermutest, dass du unter sozialer Phobie leiden könntest, so suchst du an ganz anderen Orten nach Erlösung und Lösungen.

Das Ergebnis von gescheiterten Lösungsversuchen kann natürlich in Frustration, Depressionen und Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch enden. Das sind auch laut Untersuchungen die häufigsten Nebenerscheinungen bei sozialer Angststörung. Daher ist es von absoluter Priorität sich Klarheit darüber zu verschaffen. Denn es gibt Lösungen dafür. Heute mehr denn je. Durch komplementärmedizinische Ansätze und die alternative Medizin schaffen es Betroffene sich eine Lebensqualität ohne störende Symptome und Verhaltensmuster zu schaffen. Das kann durchaus mitunter Jahre dauern – aber wie bei so vielen psychischen Störungen auch, kommt es vor allem auf den Therapeuten und die offerierten Lösungen an.

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